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Sich ohne Klimaanlage abkühlen: Was hilft wirklich?

se rafraîchir sans climatisation ce qui marche vraiment en été

Romane Benderradji – Kommunikationsleiterin und Sprecherin bei G-Heat |

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Kurz gesagt 💡

  • Der wichtigste Ansatz ist nicht das Kühlen, sondern das Verhindern, dass Wärme eindringt. Tagsüber die Rollläden schliessen, nachts die Fenster öffnen.
  • Ein Ventilator kühlt die Luft nicht ab, sondern beschleunigt die Verdunstung deines Schweisses. Auf trockener und unbewegter Haut ist seine Wirkung gering.
  • Feuchte Wäsche vor einem Luftzug funktioniert, und zwar aus einem ganz bestimmten Grund: Das verdunstende Wasser entzieht der Luft Wärme.
  • Eine Person zu kühlen ist unendlich viel billiger als ein Luftvolumen zu kühlen. Das ist der Hebel, den fast niemand nutzt.
  • In manchen Fällen bleibt die Klimaanlage die richtige Lösung, und es ist besser, das zu sagen, als es zu leugnen.

Um wie viele Grad erwärmt sich Ihre Wohnung an einem Hitzetag zwischen 8 Uhr und 18 Uhr? Bei vielen übersteigt die Antwort bei weitem das, was irgendein Ventilator am Abend noch ausgleichen kann.

Das ist das ganze Problem bei Lösungen ohne Klimaanlage: Sie werden oft zu spät eingesetzt, in einer Wohnung, die bereits mit Wärme gesättigt ist, wo sie zur Vorbeugung jedoch äusserst wirksam gewesen wären. Und ein ganzer Aspekt des Themas wird fast immer vergessen.

Hier erfährst du, was wirklich funktioniert, in der Reihenfolge ihrer Bedeutung, und was jede Methode leisten kann und was nicht.

Lies auch: Hitze, Hitzewelle, Hitzeschlag: Die richtigen Massnahmen für diesen Sommer

Das Eindringen von Wärme verhindern: die einzig wirklich entscheidende Massnahme

Eine Wohnung erwärmt sich durch die Sonneneinstrahlung, die durch die Fenster dringt. Sobald diese Energie eingedrungen ist, wird sie von den Wänden, Böden und Möbeln absorbiert, die sie stundenlang wieder abgeben. Keine Belüftung kann dieses Phänomen im Nachhinein aufheben.

Die oberste Priorität besteht daher darin, die Sonne vor dem Eindringen durch die Fensterscheibe abzuhalten.

  • Aussenrollläden sind die wirksamste Lösung, da sie die Strahlung ausserhalb der Fensterscheibe abhalten
  • Aussenmarkisen und Sonnensegel erfüllen denselben Zweck an Fenstern, die keine Aussenrollläden haben
  • Vorhänge im Innenraum helfen zwar, aber weniger: Da die Wärme bereits eingedrungen ist, begrenzen sie vor allem die direkte Sonneneinstrahlung auf die Oberflächen
  • Wärmeschutzfolien auf den Scheiben reduzieren den Sonneneintrag dauerhaft, auch wenn man nicht zu Hause ist

Der damit verbundene Reflex: tagsüber schliessen, nachts öffnen. Sobald die Aussenluft kühler wird als die Innenluft, meist am späten Abend, öffnet man die Fenster weit, um die gespeicherte Wärme abzuführen. Mittags zu öffnen bedeutet, genau die heisse Luft hereinzulassen, die man eigentlich vermeiden wollte.

Einen Luftzug erzeugen, nicht nur ein offenes Fenster

Ein einzelnes offenes Fenster sorgt kaum für Belüftung. Es braucht zwei gegenüberliegende Öffnungen, um einen Durchzug zu erzeugen. Wenn die Wohnung es zulässt, erzeugen eine Öffnung im unteren und eine im oberen Bereich einen Kamineffekt: Die warme Luft steigt auf und entweicht, die kühlere Luft strömt von unten herein.

Drei Tipps, damit die nächtliche Lüftung wirklich effektiv ist:

  • Warten, bis die Aussenluft kühler ist als die Innenluft – in der Stadt oft später als man denkt, da der Asphalt einen Grossteil der Nacht über Wärme abgibt
  • Weit öffnen statt nur einen Spalt: Der Luftdurchsatz ist wichtiger als die Dauer
  • Schliessen Sie die Fenster, bevor die Sonne auf die Fassade scheint, ohne abzuwarten, bis die Aussentemperatur wieder steigt

Der Ventilator: sehr nützlich, aber nicht aus dem Grund, den man denkt

Ein Ventilator erzeugt keine Kälte. Er bewegt Luft, und diese bewegte Luft beschleunigt die Verdunstung Ihres Schweisses. Es ist Ihr Körper, der sich abkühlt, nicht der Raum.

Diese Nuance hat drei konkrete Konsequenzen. Ein Ventilator, der in einem leeren Raum läuft, nützt nichts und erwärmt die Luft durch den Motor sogar leicht. Seine Wirksamkeit hängt von Ihrem eigenen Schweiss ab, also von Ihrer Flüssigkeitszufuhr. Und wenn die Raumluft die Körpertemperatur übersteigt, kann er kontraproduktiv wirken, indem er Luft bläst, die wärmer ist als die Haut.

Zwei Anwendungsmöglichkeiten nutzen das Gerät optimal:

  • Als Abluftventilator einsetzen, gegenüber einem offenen Fenster, um die warme Luft während der Nacht nach draussen zu leiten
  • In Kombination mit Wasser verwenden: feuchte Haut, ein nasses Tuch, ein Sprühnebel. Hier macht sich der Nutzen wirklich spürbar

Das feuchte Tuch – eine Technik, die auf Physik beruht

Ein nasses Laken vor einem offenen Fenster oder einem Ventilator aufzuhängen, funktioniert. Das im Stoff enthaltene Wasser verdunstet, und dieser Zustandswechsel entzieht der Umgebungsluft Wärme. Das ist das Prinzip der sogenannten Verdunstungskühlung, das schon seit der Antike genutzt wird.

Es gibt jedoch zwei Einschränkungen. Der Effekt erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum, was in einer ohnehin schon feuchten Wohnung schnell unangenehm und kontraproduktiv wird. Ausserdem muss Luft in Bewegung sein, da die Verdunstung sonst von selbst aufhört, sobald die Luft vor Ort gesättigt ist.

⚙️ Die Technologie erklärt: Das feuchte Tuch und ein kühlendes Textil beruhen auf demselben physikalischen Mechanismus, der Verdunstung, allerdings nicht im gleichen Massstab. Das Tuch versucht, mehrere Kubikmeter Luft zu kühlen, was viel Wasser für ein bescheidenes Ergebnis erfordert. Ein dafür entwickeltes Kleidungsstück wirkt direkt am Hautkontakt, dort, wo die Wärme entsteht: Das ist das Prinzip der Jadecool-Technologie. Andere Ansätze kommen ganz ohne Wasser aus, wie die Phasecool-Technologie, die durch einen Aggregatzustandswechsel Wärme absorbiert.

Die Wärmequellen, die wir selbst erzeugen

Eine Wohnung erwärmt sich auch von innen, und dieser Anteil wird stark unterschätzt. Jedes elektrische Gerät, das in Betrieb ist, wandelt einen Teil seiner Energie in Wärme um.

  • Der Backofen und die Kochplatten sind mit Abstand die Hauptverursacher: Wenn man mittags kocht, kann die Temperatur in der Küche um mehrere Grad ansteigen
  • Geräte im Standby-Modus – Set-Top-Boxen, Spielkonsolen, Computer – erwärmen sich kontinuierlich, ohne etwas Nützliches zu leisten
  • Der Wäschetrockner und der Geschirrspüler geben Wärme und Feuchtigkeit ab; deren Betrieb sollte auf die Nacht verlegt werden
  • Veraltete Beleuchtung: Glüh- oder Halogenlampen geben den Grossteil ihrer Energie als Wärme ab, was bei LEDs nicht der Fall ist

Kochen und den Einsatz von Geräten auf den Abend verlegen, Geräte ausschalten statt im Standby-Modus lassen, kalte Mahlzeiten bevorzugen: Diese Massnahmen kosten nichts und summieren sich.

Pflanzen – eine echte, aber langsame Wirkung

espace extérieur végétalisé pour garder la fraîcheur en été

Die Vegetation sorgt durch Evapotranspiration für Abkühlung: Die Blätter geben Wasserdampf ab, wodurch die Temperatur der Umgebungsluft sinkt. Dieser Effekt ist auf städtischer Ebene gut dokumentiert, wo begrünte Flächen deutlich kühler sind als mineralische Oberflächen.

Auf der Ebene einer einzelnen Wohnung sollte man jedoch realistisch bleiben. Ein paar Zimmerpflanzen werden einen überhitzten Raum nicht grundlegend verändern. Dagegen wirkt sich eine Aussenbepflanzung, die eine Fassade oder eine Terrasse beschattet, auf den eigentlichen Hebel aus, nämlich die Sonneneinstrahlung, und hier wird der Gewinn deutlich spürbar.

Was wirklich funktioniert, geordnet nach Wirksamkeit:

  • Ein Baum oder eine begrünte Pergola, die eine nach Süden oder Westen ausgerichtete Fassade beschattet
  • Kletterpflanzen an einer Mauer oder auf einem Balkon, die die Wärmeansammlung im Mauerwerk begrenzen
  • Pflanzkübel auf einer Terrasse, die die Luft abkühlen, bevor sie durch die Öffnungen eindringt
  • Zimmerpflanzen, an letzter Stelle: angenehm, aber mit nur geringfügiger thermischer Wirkung

Die gleiche Überlegung gilt auf Quartierebene, wo mineralische Oberflächen die Wärme des Tages speichern und nachts wieder abgeben, was erklärt, warum ein Stadtzentrum wärmer bleibt als seine Peripherie.

Den Menschen kühlen statt den Raum

séance de yoga avec serviette rafraîchissante sur terrasse ombragée

Das ist der wirksamste Ansatz, über den jedoch am wenigsten gesprochen wird. Alle bisherigen Methoden haben eines gemeinsam: Sie versuchen, mehrere Dutzend Kubikmeter Luft abzukühlen, damit sich ein oder zwei Personen darin wohler fühlen.

Entscheidend ist jedoch nicht die Raumtemperatur, sondern die Körpertemperatur. Direkt auf den Körper einzuwirken, erfordert nur einen Bruchteil der Energie und führt schneller zum Ergebnis.

Sofortmassnahmen

  • Eine lauwarme Dusche statt einer kalten: Eiskaltes Wasser führt zu einer Verengung der Blutgefässe, was anschliessend die Wärmeabgabe einschränkt
  • Den Nacken, die Handgelenke und die Unterarme befeuchten, wo das Blut nahe an der Haut fliesst, ohne sich anschliessend abzutrocknen
  • Regelmässig trinken, da sonst das Schwitzen seine Funktion nicht mehr erfüllen kann

Speziell dafür entwickelte Textilien

Ein kühlendes Kleidungsstück funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein feuchtes Tuch, jedoch an der richtigen Stelle und mit einigen Dutzend Gramm Wasser statt mehreren Litern. Ein kühlendes Anti-UV-T-Shirt für Damen von JadeCool™ wirkt bei Hautkontakt, genau dort, wo die Wärme entsteht.

Andere Kleidungsstücke funktionieren ganz ohne Wasser. Die EVO-Kühlmanschetten PhaseCool™ absorbieren Wärme durch einen Aggregatzustandswechsel, wodurch vermieden wird, dass dem ohnehin schon stickigen Innenraum zusätzliche Feuchtigkeit zugeführt wird – genau das ist der Nachteil des nassen Tuchs.

Für Ausflüge und Aktivitäten im Freien schützen eine kühlende Kappe PolyCool™ oder ein kühlender UV-Schutzhut PolyCool™ den Kopf, den Bereich, der sich als Erstes erwärmt. Die kühlenden Handtücher runden das Set im Nackenbereich ab – sie können dort aufgelegt und bei Bedarf erneut befeuchtet werden.

💡 Der Tipp aus der Praxis: Rechne in Grössenordnungen. Um einen Raum von 30 m³ um zwei Grad abzukühlen, muss eine beträchtliche Wärmemenge abgeführt werden, ganz zu schweigen von den Wänden, die ständig Wärme abgeben. Um den Nacken und die Unterarme einer Person zu kühlen, sind nur wenige Zentiliter Wasser erforderlich. Bei gleichem gefühltem Komfort ist das Verhältnis nicht vergleichbar.

Isolierung und Baumassnahmen: die nachhaltige Lösung

Wenn Ihre Wohnung trotz all dieser Massnahmen jeden Sommer unerträglich heiss wird, liegt das Problem in der Bausubstanz. Ein schlecht isoliertes Dach, ein ungedämmter Dachboden, grosse, ungeschützte, nach Westen ausgerichtete Fensterflächen: Kein Ventilator kann das ausgleichen.

Die Isolierung des Daches und des Dachbodens ist in der Regel der erste Schritt, da dort der Grossteil der sommerlichen Sonneneinstrahlung eindringt. An zweiter Stelle stehen äussere Sonnenschutzmassnahmen. Diese Massnahmen erfordern eine professionelle Begutachtung und lassen sich nicht in einem Blogartikel abhandeln, doch man sollte sie in Betracht ziehen, anstatt jeden Sommer immer neue Notlösungen zu suchen.

Anzeichen, die darauf hindeuten, dass bauliche Massnahmen statt einzelner Massnahmen erforderlich sind:

  • Die Zimmer im Dachgeschoss werden bereits am ersten heissen Tag unbewohnbar
  • Die Innentemperatur sinkt nicht wieder, selbst nach einer Nacht mit Lüftung
  • Grosse Fensterflächen mit Westausrichtung, ohne jeglichen Aussen-Sonnenschutz
  • Die Wohnung liess sich im Winter bereits schwer heizen: Es ist derselbe Dämmungsmangel, der in beide Richtungen wirkt

Unbedingt anschauen: Kälte, Regen, Hitzewelle… Der Leitfaden für die richtige Kleidung, um das ganze Jahr über im Garten zu arbeiten

Wenn die Klimaanlage die richtige Lösung bleibt

moment de fraîcheur au bord du bassin en pleine chaleur

Es wäre unaufrichtig zu behaupten, man könne immer darauf verzichten. Bestimmte Situationen rechtfertigen den Einsatz voll und ganz: die Anwesenheit von älteren Menschen, Säuglingen oder gebrechlichen Personen, durch Hitze verschlimmerte Erkrankungen oder eine Wohnung, die bis zum Abschluss von Bauarbeiten baulich unbewohnbar ist.

In diesen Fällen herrscht Einigkeit über zwei Richtwerte. Eine zu tief eingestellte Temperatur verursacht einen enormen Energieverbrauch bei nur geringem Komfortgewinn, und ein zu grosser Temperaturunterschied zwischen Innen- und Aussenbereich wird vom Körper schlecht vertragen: Eine Temperatur von rund 26 °C bleibt die gängige Empfehlung. Und eine Klimaanlage ersetzt nicht die zuvor genannten Massnahmen; sie funktioniert umso besser, je mehr die Hitze bereits im Vorfeld abgehalten wurde.

Weitere Informationen: Hitzewelle am Arbeitsplatz: Wie bleibt man leistungsfähig, ohne sich in Gefahr zu bringen?

⚠️ Wichtiger Hinweis: Diese Tipps zielen auf den Komfort ab, nicht auf die Behandlung von Unwohlsein. Bei grosser Hitze erfordern anhaltende Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit oder eine heisse und trockene Haut, obwohl man eigentlich schwitzen sollte, den Anruf bei einem Arzt oder den Notdienst. Ältere, isolierte oder gebrechliche Menschen bedürfen besonderer Aufmerksamkeit, beispielsweise durch einen einfachen täglichen Anruf.

Wir werden oft gefragt, ob ein Kleidungsstück eine Klimaanlage ersetzen kann. Die ehrliche Antwort lautet: Nein, das sind nicht dieselben Grössenordnungen. Aber die eigentliche Frage liegt woanders: Warum 30 Kubikmeter Luft kühlen, wenn es einer Person warm ist?

— Édouard Castaignet, Mitbegründer von G-Heat

Warum G-Heat für den Sommer ohne Klimaanlage wählen?

G-Heat entwickelt seit 2017 Produkte zur Temperaturregulierung. Unsere Haltung zu diesem Thema ist einfach: Wir geben nicht vor, eine Klimaanlage zu ersetzen, und wir werden auch nicht den Eindruck erwecken, dass dies der Fall sei. Ein Kleidungsstück wirkt auf eine Person, eine Klimaanlage auf ein Luftvolumen.

Was wir anbieten, ist der ergänzende Ansatz, den die meisten Ratgeber ausser Acht lassen – mit Technologien, deren Funktionsweise auf jedem Einzelteil angegeben ist. Manche werden mit Wasser aktiviert, andere funktionieren komplett trocken, was in einem ohnehin schon feuchten Innenraum den entscheidenden Unterschied ausmacht. Das gesamte Sortiment finden Sie unter den Kühlkleidern und den Kühlaccessoires, mit detaillierten Informationen zu den Produktreihen bei den Kühl-T-Shirts und den Kühl-Mützen und -Hüten.

Fazit

Sich ohne Klimaanlage abzukühlen, ist eine Frage der Prioritäten. Zunächst muss verhindert werden, dass die Hitze eindringt – mit Fensterläden und Aussenverkleidungen. Anschliessend sollte man intelligent lüften – nachts und durch Querlüftung. Dann sollte man die selbst erzeugte Wärme reduzieren, sei es beim Kochen oder durch den Einsatz von Geräten.

Und schliesslich der Hebel, den fast niemand nutzt: sich um die Person kümmern statt um den Raum. Dies ist der einzige Hebel, dessen Kosten im Vergleich zum spürbaren Ergebnis verschwindend gering sind.

Whatever the weather. G-Heat, bei jedem Wetter.

Häufig gestellte Fragen

Sollte man bei Hitze die Fenster öffnen oder schliessen?

Tagsüber schliessen – einschliesslich der Fensterläden –, sobald die Aussenluft wärmer ist als die Innenluft. Nachts und frühmorgens, wenn die Aussentemperatur gesunken ist, weit öffnen, um die angesammelte Wärme abzuführen.

Kühlt ein Ventilator einen Raum wirklich?

Nein, er kühlt die Luft nicht, sondern beschleunigt die Verdunstung Ihres Schweisses. Er kühlt Sie, nicht den Raum. In einem leeren Raum nützt er nichts und erwärmt die Luft durch seinen Motor sogar leicht.

Funktioniert feuchte Wäsche vor dem Fenster?

Ja, durch Verdunstung: Das Wasser, das in Dampf übergeht, entzieht dem Raum Wärme. Zwei Einschränkungen gibt es jedoch: Die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt, und es braucht Luftbewegung, damit der Prozess weitergeht.

Kann ein kühlendes Kleidungsstück eine Klimaanlage ersetzen?

Nein, und es handelt sich nicht um dieselbe Grössenordnung. Eine Klimaanlage behandelt ein Luftvolumen, ein Kleidungsstück wirkt auf eine Person. Um jedoch das gleiche Komfortgefühl zu erzielen, erfordert die Einwirkung auf die Person unendlich viel weniger Energie.

Kühlen Pflanzen eine Wohnung wirklich?

Sie kühlen durch Evapotranspiration, was auf der Ebene eines Gartens oder einer Stadt einen sehr realen Effekt hat. In Innenräumen werden ein paar Pflanzen jedoch nicht viel bewirken. Eine Bepflanzung, die eine Fassade beschattet, wirkt hingegen auf den richtigen Hebel ein.

Auf welche Temperatur soll man eine Klimaanlage einstellen, wenn man eine hat?

Auf etwa 26 °C, ein weithin empfohlener Richtwert. Eine tiefere Einstellung verbraucht viel Energie für einen nur geringfügigen Gewinn, und ein zu grosser Temperaturunterschied zur Aussenluft wird vom Körper schlecht vertragen.

Wie schläft man besser ohne Klimaanlage?

Das Schlafzimmer spät am Abend lüften, die Fensterläden den ganzen Tag geschlossen halten, die Bettwäsche leichter wählen und sich kurz vor dem Schlafengehen mit einer lauwarmen Dusche abkühlen. Ein feuchter Nacken beim Hinlegen hilft beim Einschlafen.

Quellen und Referenzen

[1] «Hitzewellen und Hitzestress», Santé publique France

[2] «Anpassung Frankreichs an den Klimawandel», Ministerium für ökologischen Wandel

[3] «Arbeiten bei Hitze. Was man wissen muss», INRS

[4] «Körperliche Aktivität und grosse Hitze: Mechanismen der Thermoregulation», Wöchentliches epidemiologisches Bulletin, Santé publique France

[5] «Hitzschlag bei körperlicher Anstrengung: ein medizinischer Notfall», Vidal

[6] «Ultraviolettstrahlung», Santé publique France