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Nacken, Handgelenke, Schläfen: Welche Körperbereiche sollten vorrangig gekühlt werden?

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Romane Benderradji – Kommunikationsleiterin und Sprecherin bei G-Heat |

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Kurz zusammengefasst 💡

  • Nicht alle Körperbereiche sind gleich. Dort, wo das Blut nahe an der Hautoberfläche fließt, wirkt sich eine Abkühlung auch auf den gesamten Organismus aus.
  • Vier Bereiche stechen besonders hervor: der Nacken, die Handgelenke und die Innenseite der Unterarme, die Schläfen sowie die Leistenbeuge.
  • Wasser allein reicht nicht aus: Ohne Luftbewegung verdunstet es nicht und kühlt so gut wie gar nichts. Die Kombination aus Wasser und Belüftung macht den Unterschied.
  • Kein Zubehör ersetzt die Flüssigkeitszufuhr. Regelmäßiges Trinken bleibt die wichtigste Maßnahme, noch vor jeder Ausrüstung.
  • Eine kühlende Ausrüstung an diesen Stellen springt ein, wenn man nicht alle zwanzig Minuten anhalten kann, um sich nass zu machen.

Ein unter kaltem Wasser befeuchteter Waschlappen, der auf den Nacken gelegt wird. Das ist die Geste, die jeder instinktiv macht, und sie ist auch eine der wirksamsten. Nicht, weil der Nacken empfindlicher wäre, sondern weil er eine der wenigen Stellen ist, an denen große Blutgefäße direkt unter der Haut verlaufen.

Der Körper kühlt sich nicht gleichmäßig ab. Bestimmte Bereiche wirken wie Wärmetauscher: Sie zu behandeln wirkt sich auf den gesamten Organismus aus, während andere lediglich das lokale Empfinden senken.

Hier erfahren Sie, welche das sind, warum sie funktionieren und was bei jedem einzelnen wirklich wirkt – von einfachen Handgriffen bis hin zu speziellen Hilfsmitteln.

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Warum führt die Kühlung einer einzigen Stelle dazu, dass sich der gesamte Körper abkühlt?

Die Antwort liegt in der Durchblutung. Das Blut transportiert die von Muskeln und Organen erzeugte Wärme in die Peripherie, wo sie abgegeben wird. Bei Hitze erweitern sich die hautnahen Blutgefäße, um diesen Transport zu verstärken: Deshalb erröten wir bei Anstrengung.

Die Kühlung der Haut an einer Stelle, an der diese Gefäße oberflächlich verlaufen, senkt die Temperatur des durchfließenden Blutes. Dieses kühlere Blut fließt anschließend zurück zum Herzen und von dort in den Rest des Körpers. Der Effekt ist systemisch, nicht lokal.

Umgekehrt bewirkt das Anlegen von Kälte an einer Stelle, die nur schwach durchblutet oder durch eine dicke Fettschicht geschützt ist, kaum eine Durchblutung. Das Gefühl ist in diesem Moment zwar angenehm, die Auswirkung auf die Körpertemperatur bleibt jedoch vernachlässigbar.

Zwei Kriterien kennzeichnen daher eine gute Stelle: große und oberflächennahe Blutgefäße.

Die vier vorrangig zu behandelnden Bereiche

bandeau et tour de cou rafraîchissants sur front et nuque

Der Nacken – am effektivsten und am leichtesten zugänglich

Die Halsschlagadern und die Venen verlaufen dort in geringer Tiefe, und der Blutfluss ist beträchtlich, da er das Gehirn versorgt. Dies ist der Bereich, in dem das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis am besten ist.

Er bietet einen weiteren Vorteil: Er lässt sich leicht kontinuierlich behandeln, ohne die Hände zu beschäftigen oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Zudem ist dies der Bereich, der tagsüber am stärksten der Sonne ausgesetzt ist und beim Eincremen am häufigsten vergessen wird.

Die Handgelenke und die Innenseite der Unterarme

Die Arteria radialis und die Arteria ulnaris verlaufen nur wenige Millimeter unter der Haut. Die Handgelenke unter kaltes Wasser zu halten, ist eine schnelle Maßnahme, deren Wirkung sich in weniger als einer Minute bemerkbar macht.

Die Innenseite des Unterarms, die oft vernachlässigt wird, bietet eine weitaus größere Oberfläche als das Handgelenk allein. Bei längerer Sonneneinstrahlung ist diese Fläche wichtiger als die genaue Stelle des Pulses.

Die Schläfen und das Gesicht

Das Gesicht ist reich durchblutet und weist eine hohe Dichte an kälteempfindlichen Rezeptoren auf. Dies hat einen doppelten Effekt: eine tatsächliche Senkung der Körpertemperatur und ein Gefühl der sofortigen Linderung, das sich positiv auf das Wohlbefinden auswirkt.

Dies ist der Bereich, in dem ein Sprühnebel aus kaltem Wasser die besten Ergebnisse erzielt – vorausgesetzt, man lässt die Luft ihre Wirkung entfalten, anstatt sich sofort abzutrocknen.

Die Leistenbeuge: wirksam, aber im Alltag kaum umsetzbar

Die Oberschenkelarterie verläuft dort oberflächlich, was diesen Bereich technisch gesehen zu einem der effektivsten macht. Er wird in Notfall-Kühlprotokollen genutzt, ist jedoch aus offensichtlichen Gründen im Alltag kaum praktikabel.

Man sollte dies also wissen, ohne es als Empfehlung für den täglichen Gebrauch zu betrachten.

⚙️ Die Technologie erklärt: Genau diese Bereiche werden von Kühlgeräten gezielt angesprochen. Die Phasecool-Technologie absorbiert Wärme durch einen Aggregatzustandswechsel ohne Feuchtigkeit, was sich für die Unterarme eignet. Die Polycool-Technologie speichert Wasser und gibt es langsam ab – ein Vorteil am Kopf, wo sich ein paar Gramm mehr nicht bemerkbar machen. Das Prinzip entspricht dem eines Waschlappens: Man wirkt dort, wo das Blut fließt, jedoch über Stunden statt nur wenige Minuten.

 

Was an diesen Stellen wirklich funktioniert

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Vier Ansätze, vom einfachsten bis zum nachhaltigsten.

Wasser – vorausgesetzt, man wischt es nicht ab

Das Befeuchten der Haut allein kühlt noch nicht. Es ist die Verdunstung dieses Wassers, die Wärme entzieht. Ein feuchtes Handtuch im Nacken, die Handgelenke unter fließendem Wasser abkühlen, einen Sprühnebel auf das Gesicht sprühen: In allen Fällen beruht die Wirkung auf dem Wasser, das verdunstet, nicht auf dem Wasser, das zurückbleibt.

Daher die kontraintuitivste Regel von allen: sich nicht abtrocknen. Sich direkt nach dem Befeuchten abzutrocknen, macht den größten Teil des Nutzens zunichte.

Je nach Zielbereich eignen sich drei Methoden besonders gut:

  • Ein feuchtes Handtuch im Nacken, das man erneut befeuchten sollte, sobald es lauwarm wird: Das ist die wirksamste und einfachste Methode
  • Ein Sprühnebel auf Gesicht und Schläfen, fein versprüht, ohne anschließend abzuwischen
  • Die Handgelenke unter fließendem Wasser, etwa 30 Sekunden lang, wenn man gerade nichts anderes zur Hand hat

Ein trockenes Handtuch um den Hals bringt nichts: Es ist die Feuchtigkeit, die wirkt, nicht der Stoff.

Den Ventilator unbedingt kombinieren

Ein Ventilator allein wirbelt nur heiße Luft umher. Er hilft ein wenig, indem er die Verdunstung Ihres Schweißes beschleunigt, kühlt aber von sich aus nichts ab. In Kombination mit feuchter Haut wird er deutlich wirksamer: Die bewegte Luft trägt den Wasserdampf ab und setzt den Prozess kontinuierlich fort.

Die Kombination aus Wasser und Belüftung ist weitaus besser als jede der beiden Maßnahmen für sich allein.

Eiskaltes Wasser sollte vermieden werden

Der Reflex erscheint logisch, ist aber kontraproduktiv. Starke Kälte auf einer großen Fläche führt zu einer Verengung der peripheren Blutgefäße, was die Durchblutung genau an der Stelle verringert, an der man sie eigentlich nutzen wollte. Kühles Wasser ist besser als eiskaltes Wasser.

Die Ausrüstung für einen dauerhaften Effekt

Die oben genannten Maßnahmen haben eine gemeinsame Einschränkung: Sie wirken nur wenige Minuten. An einem ganzen Tag in der Sonne, unterwegs oder bei der Arbeit kann niemand alle Viertelstunde eine Pause einlegen.

Hier übernimmt eine spezielle Ausrüstung die Aufgabe und hält die Wirkung an denselben Stellen aufrecht, ohne dass ein Eingreifen erforderlich ist.

Der Unterschied zu den punktuellen Maßnahmen liegt in drei Punkten:

  • Die Dauer: mehrere Stunden statt nur einiger Minuten, ohne anhalten zu müssen
  • Die Beständigkeit: Die Wirkung hängt nicht mehr von der Verfügbarkeit einer Wasserstelle oder eines Handtuchs ab
  • Freie Hände: Man kann seiner Tätigkeit nachgehen, während die Ausrüstung ihre Arbeit verrichtet
💡 Der Tipp aus der Praxis: Beginnen Sie am Nacken, niemals am Oberkörper. Viele Menschen besprühen Brust und Bauch, wo die Wirkung jedoch vor allem psychologischer Natur ist. Dreißig Sekunden am Nacken und an den Handgelenken senken die Körpertemperatur stärker als drei Minuten an anderen Stellen.

 

Versorgen Sie diese Bereiche den ganzen Tag über

serviette rafraîchissante posée sur la tête au soleil

Jeder Bereich hat seine eigene Ausrüstung, und die Wahl der Technologie hängt vor allem davon ab, was man tragen kann.

An Kopf und Nacken sorgt eine kühlende Sportmütze aus PolyCool™ dank des in ihren Fasern gespeicherten Wassers mehrere Stunden lang für Abkühlung. Für einen umfassenderen Schutz, einschließlich des stets ungeschützten Nackens, kombiniert ein kühlender UV-Schutzhut aus PolyCool™ Kühlung mit UV-Schutz der Klasse UPF 50+. Das restliche Sortiment finden Sie unter den kühlenden Mützen und Hüten.

An der Stirn wirkt ein kühlendes Sportstirnband aus TechCool™ auf die Schläfen ein und fängt dabei den Schweiß auf, der in Richtung Augen läuft. Es funktioniert im trockenen Zustand, ohne etwas nass zu machen.

An den Unterarmen bedecken die EVO-Kühlmanschetten PhaseCool™ die gesamte Armlänge statt nur das Handgelenk, ohne zusätzliche Feuchtigkeit zu verursachen. Sie sind zusammen mit den übrigen Kühlmanschetten erhältlich.

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Flüssigkeitszufuhr – durch nichts zu ersetzen

Keine dieser Maßnahmen und keine Ausrüstung kann einen Flüssigkeitsmangel ausgleichen. Das Schwitzen ist der wichtigste Mechanismus zur Kühlung des Körpers und verbraucht Wasser: Ohne ausreichende Zufuhr schränkt der Organismus das Schwitzen schließlich zum Selbstschutz ein, und genau dann steigt die Temperatur an.

Drei einfache Faustregeln sind besser als theoretische Mengenangaben:

  • Trinken, bevor man Durst verspürt, in kleinen, regelmäßigen Mengen statt in großen Mengen mit langen Abständen
  • Kühles Wasser statt eiskaltes, das vom Magen besser vertragen wird und genauso wirksam ist
  • Vorsicht bei Alkohol und Kaffee bei großer Hitze, da diese den Flüssigkeitsverlust verstärken

Wasserreiche Lebensmittel wie Obst und Rohkost ergänzen die Flüssigkeitszufuhr über den Tag hinweg sinnvoll.

Warnzeichen, auf die man achten sollte

Sich zu erfrischen ist eine Sache, einen Zusammenbruch zu erkennen eine andere. Bestimmte Anzeichen erfordern, die Aktivität einzustellen, sich an einen kühlen Ort zu begeben und je nach Schweregrad einen Arzt aufzusuchen.

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, die bei großer Hitze auftreten
  • Heiße und trockene Haut, obwohl man eigentlich schwitzen sollte: Dies ist ein wichtiges Warnzeichen
  • Verwirrung, zusammenhanglose Äußerungen, ungewöhnliches Verhalten
  • Krämpfe, plötzliche Erschöpfung, sehr schneller Puls

Treten mehrere dieser Anzeichen auf, insbesondere Verhaltensstörungen, muss unverzüglich der Rettungsdienst alarmiert werden. Das Kühlen der oben beschriebenen Körperbereiche gehört zu den ersten Maßnahmen, während man auf deren Eintreffen wartet.

⚠️ Wichtiger Hinweis: Das Ausbleiben des Schweißausbruchs bei starker Hitze ist kein gutes Zeichen, ganz im Gegenteil. Eine trockene und brennend heiße Haut signalisiert, dass der Regulationsmechanismus versagt hat. Jetzt ist nicht mehr der Zeitpunkt, nach einem Hilfsmittel zu suchen, sondern den Rettungsdienst zu rufen.

 

Wir werden oft gefragt, welches Produkt am besten kühlt. Die eigentliche Frage lautet jedoch: Wo und wie lange? Dreißig Sekunden kaltes Wasser im Nacken sind besser als jede falsch platzierte Ausrüstung.

— Édouard Castaignet, Mitbegründer von G-Heat

Weitere Informationen: Wie schläft man gut während einer Hitzewelle? Tipps und Ratschläge von Experten

Warum man G-Heat wählen sollte, um diese Bereiche auszustatten

G-Heat entwickelt seit 2017 Produkte zur Temperaturregulierung. Die 2022 eingeführte Kühlkollektion wurde speziell für diese bestimmten Bereiche konzipiert und nicht für das gesamte Kleidungsstück: Kopf, Nacken und Unterarme profitieren am meisten von der Kühlwirkung bei minimalem Platzbedarf.

Bei jedem Artikel wird die darin enthaltene Technologie angegeben, und wir weisen auch darauf hin, was er nicht leistet. Ein Kühlaccessoire ersetzt weder die Flüssigkeitszufuhr noch den Aufenthalt im Schatten: Es hilft dabei, länger durchzuhalten, wenn punktuelle Maßnahmen nicht mehr ausreichen. Das gesamte Sortiment finden Sie unter den Kühlaccessoires und der Kühlbekleidung.

Fazit

Effektive Abkühlung ist keine Frage der Wassermenge, sondern der Stelle. Nacken, Handgelenke und Schläfen bieten den größten Nutzen, da das Blut dort oberflächlich zirkuliert – und die Kühlung dieses Blutes entspricht der Kühlung des gesamten Körpers.

Der Rest lässt sich in drei Grundregeln zusammenfassen: Nicht abtrocknen, Luft mit Wasser kombinieren und trinken, bevor man Durst verspürt. Die Ausrüstung kommt erst danach, um dort langfristig zu wirken, wo die punktuelle Maßnahme an ihre Grenzen stößt.

Whatever the weather. G-Heat, bei jedem Wetter.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Körperbereich lässt sich am effektivsten kühlen?

Der Nacken, da dort die Halsschlag- und Vena-jugularis-Arterien dicht unter der Oberfläche verlaufen und einen sehr hohen Blutdurchfluss aufweisen. Er lässt sich zudem am einfachsten kontinuierlich behandeln, ohne die Hände zu beanspruchen oder die Bewegungen einzuschränken.

Sollte man eiskaltes Wasser verwenden, um sich schneller abzukühlen?

Nein. Starke Kälte verengt die peripheren Blutgefäße und verringert die Durchblutung genau an der Stelle, die man eigentlich nutzen möchte. Kühles Wasser ist wirksamer als eiskaltes Wasser und wird besser vertragen.

Sollte man sich abtrocknen, nachdem man die Haut angefeuchtet hat?

Auf keinen Fall. Es ist die Verdunstung des Wassers, die Wärme entzieht, nicht dessen Vorhandensein auf der Haut. Sich unmittelbar danach abzutrocknen, macht den größten Teil des Nutzens zunichte.

Reicht ein Ventilator aus, wenn es sehr heiß ist?

Allein wirbelt er nur heiße Luft umher und bringt nur einen begrenzten Nutzen. In Kombination mit feuchter Haut wird er deutlich wirksamer, da die bewegte Luft den Wasserdampf mitnimmt und die Verdunstung kontinuierlich wieder in Gang bringt.

Ersetzt ein Kühlgerät das Trinken?

Auf keinen Fall. Das Schwitzen bleibt der wichtigste Kühlmechanismus und verbraucht Wasser. Ein solches Hilfsmittel hilft, die Aktivität länger durchzuhalten, gleicht aber keinen Flüssigkeitsmangel aus.

Bei welchen Anzeichen sollte die Aktivität sofort unterbrochen werden?

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Krämpfe oder eine Haut, die heiß und trocken geworden ist, obwohl man eigentlich schwitzen sollte. Bei Verwirrung oder ungewöhnlichem Verhalten muss unverzüglich der Rettungsdienst alarmiert werden.

Gelten diese Bereiche auch für Kinder und ältere Menschen?

Ja, die Anatomie ändert sich nicht. Allerdings ist besondere Wachsamkeit geboten: Kleinkinder und ältere Menschen können ihre Körpertemperatur weniger gut regulieren und verspüren weniger Durst, weshalb eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr umso wichtiger ist.